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<title>Stralsunder Theater</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Stralsunder Theater</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Das <b>Stralsunder Theater</b> ist ein Bühnengebäude der <a href="Vorpommern" title="Vorpommern">vorpommerschen</a> Stadt <a href="Stralsund" title="Stralsund">Stralsund</a> und gehört seit der <a href="Fusion_(Wirtschaft)" title="Fusion (Wirtschaft)">Fusion</a> der Theater der Städte Stralsund und <a href="Greifswald" title="Greifswald">Greifswald</a> 1994 zum heutigen <a href="Theater_Vorpommern" title="Theater Vorpommern">Theater Vorpommern</a>. Das Stralsunder Theater hat eine lange Tradition. Belegt sind Aufführungen von Theaterstücken auf dem <a href="Alter_Markt_(Stralsund)" title="Alter Markt (Stralsund)">Alten Markt</a> für die Jahre 1553 (<i>„Tragedie van deme Daniel“</i>) und 1584 (<i>„De Tragedien van Susannen“</i>). Das Theaterhaus am <a href="Olof-Palme-Platz_(Stralsund)" title="Olof-Palme-Platz (Stralsund)">Olof-Palme-Platz</a> hat die postalische Adresse <b>Olof-Palme-Platz 6</b>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Haus_der_Brauer-_und_Mälzerkompagnie"><span id="Haus_der_Brauer-_und_M.C3.A4lzerkompagnie"></span>Haus der Brauer- und Mälzerkompagnie</h2></div>
<p>1720 trat die berühmte Schauspieltruppe von <a href="Christian_Spiegelberg" class="mw-redirect" title="Christian Spiegelberg">Christian Spiegelberg</a> mit Stücken von <a href="Moli%C3%A8re" title="Molière">Molière</a> u. a. im Haus der <i>Brauer- und Mälzerkompagnie</i> in der <a href="Heilgeiststra%C3%9Fe_(Stralsund)" title="Heilgeiststraße (Stralsund)">Heilgeiststraße</a> auf. Hier fand zunächst die Theaterkunst ein Zuhause. Auftritte von <a href="Gaukler" title="Gaukler">Gauklern</a>, <a href="Akrobat" class="mw-redirect" title="Akrobat">Akrobaten</a> oder <a href="Marionette" title="Marionette">Marionettenspielern</a> wechselten sich mit Gastspielen bekannter Truppen wie derer des <a href="Johann_Friedrich_Sch%C3%B6nemann" title="Johann Friedrich Schönemann">Johann Friedrich Schönemann</a> ab. Am 7. August 1827 sang hier <a href="Angelica_Catalani" title="Angelica Catalani">Angelica Catalani</a>, am 14. Juli 1837 <a href="Carl_Loewe" title="Carl Loewe">Carl Loewe</a> selbst mit eigenen Kompositionen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weitere_Spielorte">Weitere Spielorte</h2></div>
<p>Weitere Spielorte waren u. a. der <i>„Alexandersaal“</i> in der <a href="M%C3%BChlenstra%C3%9Fe_(Stralsund)" title="Mühlenstraße (Stralsund)">Mühlenstraße</a>, wo am 16. und 19. März 1855 die <a href="Pianist" title="Pianist">Pianistin</a> <a href="Clara_Wieck" class="mw-redirect" title="Clara Wieck">Clara Wieck</a> spielte, und der Konzertsaal des <a href="Hotel" title="Hotel">Hotels</a> <i>„de Brandenbourg“</i>, in dem am 14. November 1868 <a href="Anton_Grigorjewitsch_Rubinstein" title="Anton Grigorjewitsch Rubinstein">Anton Rubinstein</a> auftrat. In den Pfarrkirchen traten die Stralsunder Musikvereine „Musikalischer Verein“ von 1816, „Konzertverein“ von 1824 und „Liedertafel“ von 1825 mit Streichorchestern und Chor auf.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Komödienhaus"><span id="Kom.C3.B6dienhaus"></span>Komödienhaus</h2></div>
<p>1765 wurde ein Gebäude in der <a href="M%C3%B6nchstra%C3%9Fe_(Stralsund)" title="Mönchstraße (Stralsund)">Mönchstraße</a> 18 zum Stadttheater umgebaut, das vorher bereits als Schauspielhaus diente. Das Gebäude in der Mönchstraße war ursprünglich als Waisenhaus errichtet worden, da allerdings das Geld zum Unterhalt eines solchen Waisenhauses fehlte, sollten durch den Theaterbetrieb die benötigten Mittel eingespielt werden. Ein unbeheizbarer Saal mit schlechter <a href="Akustik" title="Akustik">Akustik</a> bot bis zu 700 Zuschauern Platz auf Bankreihen.
</p><p>Am 3. Oktober 1766 eröffnete es mit einem <a href="Kost%C3%BCmball" title="Kostümball">Maskenball</a>. Hier wurde u. a. am 17. März 1785 <a href="Friedrich_Schiller" title="Friedrich Schiller">Friedrich Schillers</a> <i><a href="Kabale_und_Liebe" title="Kabale und Liebe">Kabale und Liebe</a></i> aufgeführt. Aber auch die Tragödie <i><a href="Wallenstein_(Schiller)" title="Wallenstein (Schiller)">Wallenstein</a></i>, in der Stralsund aufgrund einer erfolglosen Belagerung des Kaiserlichen Feldherren im Jahre 1628 eine Rolle spielt, wurde aufgeführt. Am 26. März 1783 wollte der Theaterdirektor Johann Tilly Schillers <i><a href="Die_R%C3%A4uber" title="Die Räuber">Die Räuber</a></i> aufführen, was ihm aber vom <a href="Generalgouverneur" title="Generalgouverneur">Generalgouverneur</a> Graf von Hessenstein <i>„wegen des gefährlichen Inhaltes“</i> verboten wurde. Tilly versuchte in den Jahren 1791 und 1793 erneut erfolglos diese Aufführung. Am 11. April 1794 demonstrierten die Bürger für die Genehmigung der Aufführung, worauf der Rat der Stadt es erneut verbieten wollte, weil <i>„die Praesentation des Schauspielstückes seines gantzen Inhalts halber nichts anderes als sehr schädliche Würkungen hervorbringen könne.“</i> Am 15. Dezember 1799 wurde das Stück dann gegen den Willen des Rates, aber mit Genehmigung des Vize-Generalgouverneurs Cederström aufgeführt. Es kam nicht zu den <i>schädlichen Würkungen</i>, und fortan gehörte das Stück zu den meistgespielten.
</p><p>Die letzte Vorstellung fand mit der <i>„Ahnfrau“</i> von <a href="Franz_Grillparzer" title="Franz Grillparzer">Franz Grillparzer</a> am 12. Januar 1834 statt. Das Haus wurde 1834 geschlossen und 1858 abgerissen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Stadttheater_am_Alten_Markt">Stadttheater am Alten Markt</h2></div>
<p>Über die private „Aktiengesellschaft zur Gründung eines Schauspielhauses“ wurde der Bau eines neuen Stadttheaters finanziert. Im Mai 1832 waren 569 Aktien gezeichnet, darunter auch durch den <a href="Generalgouverneur" title="Generalgouverneur">Generalgouverneur</a> Fürst <a href="Wilhelm_Malte_I." title="Wilhelm Malte I.">Wilhelm Malte I.</a> zu <a href="Putbus_(Adelsgeschlecht)" title="Putbus (Adelsgeschlecht)">Putbus</a>. Die Stadt genehmigte zudem die Auflage einer Anleihe von 12.000 Reichstalern.
</p><p>Zwei hier stehende Giebelhäuser, darunter die Ratsapotheke, wurden 1833 abgerissen. Am 21. März 1833 erfolgte die Grundsteinlegung für das Theater am <a href="Alter_Markt_4_(Stralsund)" title="Alter Markt 4 (Stralsund)">Alter Markt 4</a>. In das <a href="Fundament" title="Fundament">Fundament</a> wurden Münzen, ein Gedicht zum Anlass sowie eine Kupferplatte eingelassen; die Platte trägt die Inschrift
</p>
<dl><dd>„Im Jahre MDCCCXXXIII. Am XXI. März unter der Regierung Friedrich Wilhelm III. Koenigs von Preussen ward zu einem neuen von einer Actien-Gesellschaft aus der Stadt und Umgebung mit Unterstützung der Commune gestifteten Schauspielhauses in Stralsund der Grundstein gelegt durch die Baumeister Heinr. Gottl. Michaelis und Joh. Mich. Lübke</dd>
<dd>zu dieser Zeit waren</dd>
<dd>General-Gouverneur von Neu-Vorpommern Malte Fürst zu Putbus</dd>
<dd>Regierungspräsident Leopold von Rohr</dd>
<dd>Festungskommandant C. H. A. E. von Borstell</dd>
<dd>General-Lieutenant Bürgermeister Dav. Lucas Kühl u. Carl Georg Schwing.“</dd></dl>
<p>Am 28. September 1833 wurde <a href="Richtfest" title="Richtfest">Richtfest</a> gefeiert. Am 28. August 1834 eröffnete man das Haus mit einem Lustspiel. Das Theater bot 600 Zuschauern auf zwei Rängen Platz. Auf Wunsch des Publikums erhielten die Logensitzplätze Rückenlehnen sowie alle Sitze Platznummern. <a href="Schwank" title="Schwank">Schwänke</a>, <a href="Operette" title="Operette">Operetten</a>, aber auch Wagners <i><a href="Tannh%C3%A4user_und_der_S%C3%A4ngerkrieg_auf_Wartburg" title="Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg">Tannhäuser</a></i> und <i><a href="Lohengrin" title="Lohengrin">Lohengrin</a></i> wurden aufgeführt.
</p><p>Bei einem Unfall am 14. Juli 1861, der auf den Betrieb der Gaslaternen zurückzuführen ist, erlitten zwei Tänzerinnen der „Balletttänzer-Gesellschaft von Carlo de Pasqualis“ Brandverletzungen, denen sie erlagen; sie wurden am 22. Juli 1861 auf dem Friedhof <a href="Stralsunder_Friedh%C3%B6fe#St._Jürgen_(Knieperfriedhof)" title="Stralsunder Friedhöfe">St. Jürgen</a> begraben. Seitdem lagen bei den Vorstellungen stets nasse Decken parat. Mitte der 1860er Jahre geriet das Theater in wirtschaftliche Schwierigkeiten, die Aktiengesellschaft konnte ihre Schulden an die Stadt nicht mehr zahlen. Bei der Zwangsversteigerung erwarb die Stadt das Theater für 16.300 Taler. Das Theater wurde 1913 wegen baulicher Mängel und unzureichender Brandschutzeinrichtungen geschlossen.
</p><p>1927 wollte die Städtische Sparkasse das Gebäude erwerben und nutzen; nachdem die Stadt am 8. März 1927 den Verkauf genehmigt hatte, kam es zu Beschwerden der Bankenkonkurrenten, die plötzlich ebenfalls Interesse zeigten. Letztlich erwarb die Provinzialbank, die bis dahin am Alten Markt im <a href="Alter_Markt_10_(Stralsund)" title="Alter Markt 10 (Stralsund)">„Minervahaus“</a> saß, das Haus und errichtete dort 1930 einen Neubau für eigene Zwecke. Eröffnung war am 23. September 1930, als Mieter zeichneten auch die <a href="Barmer_GEK" class="mw-redirect" title="Barmer GEK">Barmer Ersatzkasse</a>, ärztliche Verrechnungsstelle und <a href="Gestapo" class="mw-redirect" title="Gestapo">Gestapo</a>; nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Gebäude zunächst der Stadtbank Stralsund, zu <a href="DDR" class="mw-redirect" title="DDR">DDR</a>-Zeiten der Sozialversicherung der DDR und dem <a href="FDGB" class="mw-redirect" title="FDGB">FDGB</a>, seit der Wende sind dort die <a href="Allgemeine_Ortskrankenkasse" title="Allgemeine Ortskrankenkasse">AOK</a>, <a href="Ver.di" class="mw-redirect" title="Ver.di">ver.di</a>, die <a href="IG_Metall" title="IG Metall">IG Metall</a>, der <a href="Deutscher_Gewerkschaftsbund" title="Deutscher Gewerkschaftsbund">DGB</a>, die <a href="IG_BAU" class="mw-redirect" title="IG BAU">IG BAU</a> u. a. ansässig.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Theater_am_Olof-Palme-Platz">Theater am Olof-Palme-Platz</h2></div>
<p>Baubeginn für das Theater auf einer von Gartenarchitekt <a href="Ferdinand_J%C3%BChlke" title="Ferdinand Jühlke">Ferdinand Jühlke</a> gestalteten Grünfläche war der 1. Juli 1913. Das <i>„Neue Theater“</i> entstand nach Plänen des <a href="K%C3%B6ln" title="Köln">Kölner</a> Architekten <a href="Carl_Moritz_(Architekt)" title="Carl Moritz (Architekt)">Carl Moritz</a>, von dem auch das Kölner Opernhaus und einige andere Theaterbauten stammten. Das <a href="Fundament" title="Fundament">Fundament</a> ruht auf 800 in den Boden gerammten Pfählen. Die Fertigstellung erfolgte 1914, die Eröffnung erst am 16. September 1916 mit <a href="Ludwig_van_Beethoven" title="Ludwig van Beethoven">Ludwig van Beethovens</a> <i><a href="Fidelio" title="Fidelio">Fidelio</a></i> und <a href="Heinrich_Kleist" class="mw-redirect" title="Heinrich Kleist">Heinrich Kleists</a> <i><a href="Prinz_Friedrich_von_Homburg" class="mw-redirect" title="Prinz Friedrich von Homburg">Prinz Friedrich von Homburg</a></i>.
</p>
<p>Seit 1920 spielen hier auch die <a href="Plattdeutsch" class="mw-redirect" title="Plattdeutsch">niederdeutschen</a> Künstler <i>„<a href="Plattd%C3%BCtsch_Sp%C3%A4ld%C3%A4l_to_Stralsund" title="Plattdütsch Späldäl to Stralsund">De plattdütsch Späldäl</a>“</i>. 1921 musste der Rat der Stadt aus finanziellen Gründen die städtische Verwaltung aufgeben, das Theater wurde verpachtet. Die Leitung oblag in den Jahren 1916 bis 1932 sieben verschiedenen <a href="Intendant" title="Intendant">Intendanten</a>. Von September 1918 bis April 1921 war <a href="Philipp_Manning" title="Philipp Manning">Philipp Manning</a> Intendant, von Oktober 1922 bis April 1925 Kurt Grebin. Grebin baute das Ensemble des Theaters auf, das von Oktober bis April am Theater Stralsund und von Mai bis September in <a href="Bad_Oeynhausen" title="Bad Oeynhausen">Bad Oeynhausen</a> spielte. <a href="Ludwig_Spannuth-Bodenstedt" title="Ludwig Spannuth-Bodenstedt">Ludwig Spannuth-Bodenstedt</a> übernahm die Leitung von Grebin bis September 1927. Bis April 1932 war Wilhelm Berstl Intendant. Letzter Intendant in der <a href="Weimarer_Republik" title="Weimarer Republik">Weimarer Republik</a> war dann Friedrich-Wilhelm Nadolle.
</p><p>Nach der Wiedereröffnung als eines der ersten Theater in Deutschland am 2. Juni 1945 wurden zunehmend Werke russischer Komponisten aufgeführt. Ehrungen für <a href="Maxim_Gorki" title="Maxim Gorki">Maxim Gorki</a> standen auf dem Plan, aber auch die Werke <a href="Dmitri_Dmitrijewitsch_Schostakowitsch" title="Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch">Schostakowitschs</a> und <a href="Pjotr_Iljitsch_Tschaikowski" title="Pjotr Iljitsch Tschaikowski">Tschaikowskis</a> wurden vor vollem Haus aufgeführt. 1953 schloss das Theater gemäß der von der <a href="SED" class="mw-redirect" title="SED">SED</a> vorgegebenen Devise <i>„Vorwärts zur planmäßigen Entwicklung der sozialistischen Kultur“</i> Verträge mit Betrieben wie der <a href="Volkswerft_Stralsund" title="Volkswerft Stralsund">Volkswerft Stralsund</a> und der Armee und Polizei ab, wodurch diese <i>Anrechte</i> zum Theaterbesuch erwarben.
</p><p>1955 wurde <a href="Georg_Friedrich_H%C3%A4ndel" title="Georg Friedrich Händel">Georg Friedrich Händels</a> Oper <i><a href="Giulio_Cesare" title="Giulio Cesare">Julius Cäsar</a></i> in Stralsund als DDR-Erstaufführung inszeniert. Am 21. März 1964 wurde <a href="Jean_Kurt_Forest" title="Jean Kurt Forest">Jean Kurt Forests</a> <i>„Wie Tiere des Waldes“</i> uraufgeführt. Das Ensemble gastierte u. a. an der <a href="Komische_Oper_Berlin" title="Komische Oper Berlin">Komischen Oper</a> in <a href="Berlin" title="Berlin">Berlin</a> sowie 1964 in <a href="Schleswig" title="Schleswig">Schleswig</a>. Eine weitere Uraufführung einer Oper von Forest war am 6. Mai 1965 zu sehen; sie wurde im Dezember 1965 auch für das <a href="DDR-Fernsehen" class="mw-redirect" title="DDR-Fernsehen">DDR-Fernsehen</a> aufgezeichnet.
</p><p>Im Jahr 1968 wurden große Umbauten vorgenommen.
</p><p>1969 besaßen 12.000 Menschen ein Theateranrecht. Am 13. April 1969 wurde die Stralsunder Neuschöpfung <i>„Montague und Capulet“</i> von Karl-Heinz Bischoff und Osmar Siegler uraufgeführt, die auch im Rundfunk ausgestrahlt wurde. <a href="Rudolf_Wagner-R%C3%A9geny" title="Rudolf Wagner-Régeny">Rudolf Wagner-Régenys</a> 1961 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführte Oper <i>„Das Bergwerk zu Falun“</i> erlebte am 7. September 1969 seine DDR-Erstaufführung ebenfalls am <i>Theater der Werftstadt</i>, wie es genannt wurde.
</p><p>Für die Uraufführung der Oper <i>„Das alltägliche Wunder“</i> von <a href="Gerhard_Rosenfeld" title="Gerhard Rosenfeld">Gerhard Rosenfeld</a> am 29. März 1973 und für seine insgesamt hervorragenden Leistungen erhielt das Theater 1974 den <a href="Hans_Otto" title="Hans Otto">Hans-Otto-Preis</a>. Das Theater stand weiter für den Aufbau des <a href="Sozialismus" title="Sozialismus">Sozialismus</a> unter dem Motto „Kunst als Waffe“; 1977 wurde aus Anlass des 70. Jahrestages der Oktoberrevolution unter dem Motto „Die Zeit trägt einen roten Stern“ ein Programm aufgestellt, das in 71 Betrieben und Orten des Kreises aufgeführt wurde.
</p><p>Das Theater diente aber auch zu Massenveranstaltungen politischer Natur. So sprach am 28. November 1947 <a href="Wilhelm_Pieck" title="Wilhelm Pieck">Wilhelm Pieck</a> zum Thema „Was wird aus Deutschland?“. Viele Stralsunder Jugendliche erhielten im Theater im Laufe der Jahre ihre <a href="Jugendweihe" title="Jugendweihe">Jugendweihe</a>, die 1955 wieder eingeführt worden war.
</p><p>Im Jahr 2005 wurde das Haus geschlossen, um eine umfangreiche Sanierung nach Entwürfen des Berliner Architekturbüros <a href="J%C3%B6rg_Springer" title="Jörg Springer">Springer Architekten</a> zu ermöglichen. Gespielt wurde während der Sanierung an sieben Stellen im Stadtgebiet.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die 1968 eingebauten Holzverkleidungen wurden entfernt und die darunter noch befindlichen originalen Gestaltungselemente wieder sichtbar gemacht. Auch die acht „Schwalbennester“ wurden wieder angebaut.
</p><p>Am 29. Februar 2008 wurde das große Haus unter Teilnahme der Bundeskanzlerin <a href="Angela_Merkel" title="Angela Merkel">Angela Merkel</a> feierlich wiedereröffnet. Gespielt wurden <a href="Ludwig_van_Beethoven" title="Ludwig van Beethoven">Ludwig van Beethovens</a> <i><a href="Fidelio" title="Fidelio">Fidelio</a></i> und, wie auch bei der Ersteröffnung 1916, <a href="Heinrich_Kleist" class="mw-redirect" title="Heinrich Kleist">Heinrich Kleists</a> <i><a href="Prinz_Friedrich_von_Homburg" class="mw-redirect" title="Prinz Friedrich von Homburg">Prinz Friedrich von Homburg</a></i>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Dokumentarfilm">Dokumentarfilm</h2></div>
<ul><li>Der <a href="DEFA" title="DEFA">DEFA</a>-Dokumentarfilm <i>Theater</i> (Regie: <a href="Helga_Porsch" title="Helga Porsch">Helga Porsch</a>) aus dem Jahr 1988 zeigt die Vorbereitungen für eine Inszenierung von Maria Kanns <i>Märchen vom verzauberten Ahorn</i>.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Theaters_in_Stralsund?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Theater in Stralsund</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.theater-vorpommern.de/theater/stralsund.html">Kurzer Überblick zum Großen Haus in Stralsund</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.info-mv.de/festspiele-buehnen/ostseefestspiele.html">Ostseefestspiele in Stralsund & Greifswald</a></li>
<li><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.springerarchitekten.de/tst_stralsund"><i>Umbau des Theaters Stralsund.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 13. Juli 2023</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AStralsunder+Theater&rft.title=Umbau+des+Theaters+Stralsund&rft.description=Umbau+des+Theaters+Stralsund&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.springerarchitekten.de%2Ftst_stralsund"> </span> (Fotos, Baugeschichte, Zeichnungen)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="book">Juliane Voigt: <cite style="font-style:italic">Dem edeln Bürgersinn dies Haus geweiht. 100 Jahre Theater Stralsund</cite>. Verlag Theater der Zeit, Berlin 2015, ISBN 978-3-95749-054-4, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>16–29</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Stralsunder+Theater&rft.au=Juliane%26%2332%3BVoigt&rft.btitle=Dem+edeln+B%C3%BCrgersinn+dies+Haus+geweiht.+100+Jahre+Theater+Stralsund&rft.date=2015&rft.genre=book&rft.isbn=9783957490544&rft.pages=16-29&rft.place=Berlin&rft.pub=Verlag+Theater+der+Zeit" style="display:none"> </span></span> </span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.defa-stiftung.de/filme/filme-suchen/theater/"><i>Theater.</i></a> In: <i>Filmdatenbank der DEFA-Stiftung.</i> <a href="DEFA-Stiftung" title="DEFA-Stiftung">DEFA-Stiftung</a>,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 15. November 2020</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AStralsunder+Theater&rft.title=Theater&rft.description=Theater&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.defa-stiftung.de%2Ffilme%2Ffilme-suchen%2Ftheater%2F&rft.publisher=%5B%5BDEFA-Stiftung%5D%5D"> </span></span>
</li>
</ol>
<p><span class="geo noexcerpt" style="display:none"><span class="body"></span><span class="latitude">54.3175</span><span class="longitude">13.088333333333</span><span class="elevation"></span></span><span id="coordinates" class="coordinates -print"><span title="Koordinatensystem WGS84">Koordinaten: </span><a class="external text" href="geo:54.3175,13.088333333333"><span title="Breitengrad">54° 19′ 3″ <abbr title="Nord">N</abbr></span>, <span title="Längengrad">13° 5′ 18″ <abbr title="Ost">O</abbr></span></a></span>
</p></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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